Evil Genius

Evil Genius

"Dungeon Keeper" mal anders ?

Diesmal geht es um einen wie ich finde noch viel zu unbekannten Titel. Elixir Studios Evil Genius bietet Spielspaß in Dungeon Keeper Manier. In diesem Spiel übernimmt man die Rolle, eines von drei Schurken die, die Weltherrschaft erlangen wollen. Das Spiel ist gespickt von Sarkasmus und jeder Menge schwarzen Humor.

Wo spielt Evil Genius?

worldmap-evil-geniusDas Spiel, spielt in unserer Welt, auf einer alternativen Zeitachse ungefähr zwischen den 60er und 70er.  Dementsprechend ist das ganze auch ziemlich Klischeehaft dargestellt, Riesige Computer oder Abhörgeräte die Tonbänder in der Größe von Tellern verwenden.

Spielprinzip

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Evil Genius wird aus der Vogelperspektive gespielt, wie man auf dem Bild sehr gut erkennen kann. Dabei verhält sich das Spielprinzip ähnlich wie bei Dungeon Keeper. Aufgabe des Spiels ist es in einem Berg auf einer Insel, eine geheime Basis zu errichten von der aus man mit infantilen Aktion auf der Welt Chaos stiftet . Um seine Basis auszubauen benötigt man Untergebene, die mit dem geringstem Rang sind die Arbeiter. Sie sprengen auf deinen Befehl, Gänge in den Berg oder bauen die gewählten Räume.

Es gibt eine große Auswahl an Untergebenen die man im Spielverlauf durch die Entführung bestimmter Einheiten ausbilden kann. Darunter befinden sich zum Beispiel: Kammerdiener, Söldner, Wissenschaftler und viele weitere.

Auf die Untergebenen hat man in diesem Spiel keinen direkten Einfluss,ein wenig vergleichbar mit dem Spiel Majesty. Man kann sie auf der Weltkarte zu bestimmten Missionen einteilen oder sie, auf der Insel einsetzen um Gegner und Zivilisten, entweder zu verwirren, gefangen nehmen oder töten.

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Jeder der Schurken bringt zu beginn einen Handlanger mit, jeder von diesen weist gewisse Fähigkeiten auf, wie zum Beispiel die Fähigkeit der Manipulation. Im Spielverlauf kommen natürlich noch weitere Handlanger dazu.
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evil-genius-ivanDarunter auch ein Russe, der wirklich mit vorsicht zu genießen ist. Da er scheinbar jede Menge Spaß daran hat Gegner, vorallem innerhalb der Basis mit seiner Bazooka zu attackieren und freudigerweise die Innenausstattung gleich mit. Ich kann euch also nur den Tipp geben, ihn nur im Notfall in der Basis zu haben und hauptsächlich draußen agieren zu lassen um den Schaden möglichst gering zu halten. Man kann ihn aber sehr but auf der Weltkarte einsetzen, dort müsst ihr keine Angst haben das er euch die Basis auseinander nimmt und er bringt euch gut Kohle nach Hause.

Natürlich kann man seine Gegner nicht nur ausschalten, sondern auch gefangen nehmen, verhören oder auf verschiedenste Art Foltern. An Diesem Punkt halte ich aber zurück um den Spielspaß nicht zu mindern oder euch den einen oder anderen lustigen Moment zu versauen.

Um Gegner loszuwerden erwartet euch zudem eine immer weiter wachsende Anzahl an Fallen oder Sicherheitstüren.

Ziel des Spiels

erdeDas Ziel mag auf den ersten Blick recht simple erscheinen, es ist die Weltherrschaft. Um sie zu erlangen muss man viele Faktoren berücksichtigen. Das Herzstück sind die infantilen Missionen, deswegen sollte man die Weltkarte sehr oft aufrufen, damit man keine böse Überraschung bekommt. Der Gegner schläft nicht, er entsendet Truppen in seinen Gebieten und wenn sie deine Einheiten entdecken, sieht es schlecht für sie aus. Geht man einer Fraktion zu sehr auf den Keks so entsenden sie einen Superagenten um dich zur Strecke zu bringen.
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Superagenten des Gegners können erst besiegt werden wenn man den Schwachpunkt kennt. Bis dies soweit ist sollte man entweder aufpassen, den Fraktionen nicht zu sehr auf den Geist zu gehen, oder seine Verteidigung so gut auszubauen das der Agent keine Chance hat. Nach dem er drei mal besiegt wurde verschwindet er für eine gewisse Zeit wieder.

Man muss seine Augen in diesem Spiel am besten überall gleichzeitig haben, was manchmal ziemlich hektisch werden kann. Von 0815 Agenten bis Spezialisten werdet ihr alles treffen. Einige versuchen nur Beweise zu finden das ihr “entsorgt” werden müsst und andere haben einfach nur das Ziel, taktisch wichtige Gerätschaften in eurer Basis zu zerstören. Seid also auf der Hut.

Natürlich braucht ihr auch Geld und müsst Informationen sammeln. Auch dies ist auf der Weltkarte möglich, achtet aber darauf das ihr eure Untergebenen schnell genug versteckt oder abzieht wenn ein Gegner auf dem selben Feld ist.

Technisches

Evil Genius kam 2002 auf den Markt. entwickelt wurde das Spiel von Elixir Studius und vermarktet von Sierra (aus denen mehr oder weniger Valve geworden ist). Mittlerweile liegen die Rechte zu Evil Genius beim britischem Studio Rebellion die auch am überlegen sind, weitere Spiele dieser Reihe zu produzieren. Gesteuert wird das spiel klassisch, für ein RTS, hauptsächlich mit der Maus. Da das Spiel sehr komplex ist, wird man einige Zeit brauchen sich mit dem Spiel vertraut zu machen, in diesem Falle helfen aber die Tutorial Videos die einem das Spiel mit jeder Menge Humor näher bringen.

Mindest Systemvoraussetzungen:

Windows 98

800 MHz CPU

128 MB RAM

8x-CD-ROM-Laufwerk

GeForce2/Radeon7500

1,4 GB HDD

Fazit

Es werden bestimmt einige der Meinung sein das es sich bei Evil Genius einfach nur um einen Dungeon Keeper Klon handelt. Ich sehe das nicht so, klar wird sich Elixir von Bullfrog in dem Fall inspirieren lassen haben, aber sie haben ein Spiel geschaffen was nur Teilweise an Dungeon Keeper erinnert. Die Art die Basis zu bauen. Warum sollte das nur bei Dungeon Keeper so sein ? Es gibt ja auch viele Spiele die durch Command & Conquer erst möglich waren, das sie das selbe Spielprinzip verwenden.

Ich finde Evil Genius für ein RTS dieser Art sehr gelungen. Vor allem besticht es durch Sarkasmus und schwarzen Humor, man findet an vielen Stellen einen Grund entweder zu lachen oder man denkt sich einfach nur “WTF?!”. Das Spiel ist wirklich Detail verliebt, da haben sich die Leute von Elixir echt Mühe gegeben. Die Umgebung, die Gestaltung der Basisräume und vieles zeigt sehr gut, wie man sich die 60er, 70er in Filmen vorgestellt hat. Es werden wirklich viele Klischees bedient. Hat man sich erst einmal mit der Steuerung vertraut gemacht, so verspricht es unzählige Stunden Spaß.

Was einen aber ab un an wirklich nerven kann ist, wenn entweder die Gegnerfraktionen einem Elite-Agenten auf die Insel schicken die jeden Untergebenen sofort angreifen oder sich Zeitgleich mehrere Superagenten auf der Insel befinden. Ganz schlimm wird es wenn es die Kombination ist und das ganze noch von mehreren Fraktionen. Zudem kann es sein das Evil Genius ab und zu in stocken kommt wenn man nicht weiß wo man suchen soll, aber das kann ja bei dem einem oder anderen gerade in verbissenheit führen, das Ziel zu erreichen.

Ich hoffe euch hat diese Review gefallen. Habt ihr Fragen oder ihr möchtet mir eure Meinung zu dem Spiel mitteilen so hinterlasst einfach einen Kommentar :)

The Verdict

7Good

The Good: Für die damalige Zeit verfügte das Spiel über recht gute Grafik, zudem ist es sehr Detailverliebt was die kleinen Einzelheiten angeht. Es geht sehr humorvoll mit dem Weltmächten um, so nennt sich in diesem Spiel zum Beispiel der Gehimdienst der USA, P.A.M.P.E.R.S.

The Bad: Es kann mitunter sehr lange dauern bis man die passenden Missionen gefunden hat, die man benötigt um im Spiel vorran zu kommen. Ab und an stürmen auch ganze Gegner scharen die einem den Spielspaß massiv versauen können.


2 Comments

  1. Ralle Januar 10, 2013 9:22 am  Antworten

    Habe mir das Spiel erst kürzlich zugelegt und kann den teils schwärmerischen Ton deiner Besprechung gut nachvollziehen. Gerade die Verbindung aus taktischem Basisbau und globaler Strategie macht mir sogar noch mehr Spaß als das große Vorbild Dungeon Keeper.
    Danke für den schön geschriebenen Test und die Spoilerwarnungen. :)

    • H. Ruscher April 6, 2013 3:20 am  Antworten

      Ich bin immer noch hell auf begeistert von diesem Spiel, auch wenn es von Insel zu Insel immer schwieriger und kranker wird ^^ Zumindest ist es so packend das man radikal die Zeit vergisst :D

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